Die Zeit rast – Die Göttin kehrt zurück
Mein Gott , ich hab das letzte Mal zu Ostern etwas in mein Tagebuch geschrieben. Liebe Zeit, was ist los mit dir ????- Du rast heuer ja ganz ordentlich mit uns herum. Was soll ich sagen: derzeit verändert sich so vieles und in einem derartig hohen Tempo, dass uns ja wirklich die Ohren manchmal ganz gewaltig schlackern. Deswegen scheint nicht einmal Zeit für etwas Austausch zu bleiben. Aber egal, heute bin ich wieder einmal da und gebe gerne meine aktuellen Gedanken frei. Gestern durfte ich an einer wunderschönen Maiandacht in der Schule meines dritten Kindes dabei sein. Es gibt hier einen großen Park mit alten Bäumen und eine Schulgemeinschaft, die ihresgleichen sucht. Katholisch hin oder her, ich hab noch nie einen Platz gesehen, an dem Kinder so gut aufgehoben sind, wie in dieser Schule. Es war für mich einfach zutiefst berührend zu sehen, wie die Lehrer mit den Kindern umgehen – wertschätzend, fröhlich, kumpelhaft und gleichzeitig autoritär. So , wie man sich gute Erzieher einfach vorstellt. Felix hat ja drei sehr junge und engagierte männliche Lehrer (unglaublich fesch sind sie auch noch
) – solche Lehrer hätt ich mir auch gewünscht. Aber egal, meine alten, faden, farblosen Lehrer haben mich auch irgendwie – mehr schlecht als recht – durch meine Schullaufbahn begleitet. Felix ist so glücklich an diesem Platz – alle mögen ihn, er strahlt und lacht und geht jeden Tag wirklich gerne zur Schule. Das macht mich sehr sehr glücklich.
Ein paar Worte und Gedanken möchte ich auch noch zur Andacht selbst schreiben. Sie fand draußen im Park statt, ein kleiner Altar mit einem Marienbild war aufgebaut und sehr viele Eltern und Kinder waren anwesend und haben diese Andacht mitgestaltet. Ich saß mit meiner kleinen Tochter am Schoß mitten im Park unter den großen , hohen Bäumen und ich bin ehrlich, ich hab mir die Sonnenbrille über die Augen getan, weil ich so berührt war, dass mir die Tränen runter gerollt sind. Maria war für mich spürbar , wie nie zuvor, fast würde ich das gestrige Empfinden , als mein höchstes religiösem Empfinden beschreiben, das ich bis jetzt hatte. Kommt meine Seele doch aus einem Land, wo wir Religion noch in der Natur erlebt haben – alles Gerede von Gott, dem heiligen Geist und Jesus, was mir früher irgendwie immer nur aufgezeigt hat, dass hier in der Kirche alle Frauen eigentlich total ausgestossen sind, störten mich erstmalig nicht mehr. Was soll es , wir leben eben in einer Welt der Männlichkeit, des männlichen Gottes, dem Bild, das Männer bestimmen, wo es lang geht. Wer sich dem wirklich noch unterwerfen will, soll es doch einfach machen. Ich bin nicht dabei und war es auch nie. Ich lebe für die große Göttin, ich bin die große Göttin und meine Aufgabe hier in dieser Welt ist es, Menschen wieder daran zu erinnern, dass Frauen hier auf Erden eine sehr wichtige, wunderschöne Aufgabe haben . Trotz Grüß Gott, Gott sei mir dir, Gegrüßet seist du Maria, der Herr ist mit dir ( es ist umgekehrt, Gegrüßet seist du Herr, deine Mutter /Göttin ist mit dir) und all den anderen Gehirnwäschen, die seit tausenden Jahren uns eingeimpft wurden, gebe ich nicht auf. Und ich merke, dass Erinnern geht schnell – plötzlich reden wieder alle von der Göttin, oder von Göttinnen – bald wird es wie eine Welle über unser Land rollen und Frauen werden wieder anfangen Frauen und Göttinnen zu sein. Grüß Göttin, Ave Maria, komm ich deine Kraft Frau…..denn dort wirst du dich am wohlsten fühlen. Die Göttin kehrt zurück auf Erden, aber wir müssen vorsichtig sein – es ist nicht die kämpferische, Männer klein machende Göttin, die zurück will – es ist die Große Mutter, die liebevolle, fürsorgliche, Geborgenheit Schenkenende, Nährende Mutter, die zurück kommen will. Die Große Göttin eben – es tut so gut zu spüren, dass sie hier ist, und sie ist so dankbar, dass wir sie nicht ganz vergessen haben – ja meine Göttin, ich bin für dich da, so wie du für mich da bist und ich werde in diesem Leben alles tun, damit Frauen, Kinder und Männer sich wieder an dich erinnern. ich liebe Dich